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Star Trek - The next Generation - Den Frieden verlieren
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 21.07.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): William Leisner, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 333, Erschienen: 2011, Preis: 12,80 EUR


Vorweg eine Warnung: Wer die vorhergehenden Bände der Romanreihe (konkret Band drei der Reihe Destiny mit dem Titel Verlorene Seelen) noch nicht gelesen hat, wird in dieser Rezension einige erhebliche Spoiler erfahren.

Wie geht die Föderation damit um, dass es die Borg nicht mehr gibt? Das ist Frage, die in diesem Buch thematisiert wird. Wie ergeht es Captain Picard und seiner schwangeren Frau Beverly Crusher, was unternimmt man mit den Millionen von Flüchtlingen, die nach den Angriffen der Borg ohne Heimat sind? All das sind Fragen, die Den Frieden verlieren beantwortet. Aber sowohl die Hilfsmission für einen mit Flüchtlingen überladenen Planeten als auch die Suche nach Schiffen mit Überlebenden sind nur Kulisse für eine viel tiefergehende Frage: Wie geht man mit Trauer um?

Ich war wirklich angenehm überrascht, dass ein Star-Trek-Roman, die ja gemeinhin eher leichte Unterhaltung sind, sich so nachdenklich und stellenweise tiefsinnig der Frage annimmt: Was passiert in einem Menschen (oder andere Wesen), wenn er diejenigen verliert, die er am meisten liebt oder sogar sein gesamtes Volk, seine kulturelle Basis vernichtet wurde? Die verschiedenen Methoden der Figuren, damit klarzukommen (oder ihr Scheitern dabei) werden vom Autor einfühlsam und anrührend behandelt.

Dazu kommt, dass er die aus Serien bekannten Figuren sehr gut trifft, nachvollziehbar und wiedererkennbar handeln lässt und sogar hier und da ein kleines bisschen Humor einfließt.

Fazit: Der bislang beste Star-Trek-Roman, den ich gelesen habe, gerade weil wenig Bedeutsames passiert, sondern die Figuren völlig im Vordergrund stehen. Leisners Universum lebt und leidet – und der Leser mit ihm.




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