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Porterville - Staffel 3 (Folge 13-18)
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 05.01.2018, Serie: Auditorium, Autor(en): Ivar Leon Menger, Tommi Schneefuß, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2014, Preis: 21,99 EUR


Hörspiele und Hörbücher erfreuen sich aktuell immer größerer Beliebtheit. Schließlich sind immer mehr Menschen im Auto oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule oder Universität. Die Zeit will sinnvoll genutzt werden. Bücher sind im Auto oder in überfüllten Bahnen und Bussen ein Problem, deshalb der Griff zum Hörbuch und Hörspiel. Dabei spielt es keine Rolle, was man sich anhören will, Klassiker und neue Bücher und auch neue Hörspiele erscheinen fast täglich.

Eine Serie findet mit der dritten Staffel ihren Abschluss, nämlich die Serie, die sich um die mysteriöse Stadt "Porterville" dreht und die mit "Darkside Park" ihren Anfang genommen hat. Ivar Leon Menger ist immer noch der Macher dieser MP3-Hörspielreihe und er vermischt dabei weiterhin gekonnt Horror, Mystery und urbane Legende. Erschienen ist die dritte Staffel mit den Folgen 13 bis 18 wieder bei Folgenreich und wieder konnten tolle Synchronstimmen verpflichtet werden.

Die dritte Staffel setzt direkt dort an, wo die zweite Staffel geendet hat. Emily und ihr Freund Jonathan gelangen endlich nach draußen und treffen dort auf Personen, die aus Porterville ausgestoßen worden sind und draußen gar kein so schlechtes Leben führen. Erzählt wird die Folge mit dem Titel "Die Ausgestoßenen" von Timmo Niesner, der auch Elijah Wood seine deutsche Stimme leiht. Die Folge ist gut und man merkt deutlich, dass man sich dem Ende der Geschichte nähert.

Die zweite Folge der dritten Staffel, "Die Akte Richthofen", ist in meinen Augen eine der besten Folgen überhaupt. Spannend und mit vielen Überraschungen versehen entführt sie den Zuhörer in unsere Welt und lässt uns die Nachforschungen eines Journalisten zum Tod seines Freundes miterleben. Es wird nicht sofort klar, was das alles mit Porterville zu tun hat, aber es ist doch ein Kernelement für das Ende der Serie und einfach für alles. Gelesen wird diese Folge von Tobias Kluckert, der schon viele Hollywoodstars synchronisiert hat.

Die dritte Folge, "Im Garten der Schlangen", bringt endlich Antworten. Jonathan Sato trifft außerhalb auf Landino und gemeinsam müssen sie die Gefahren draußen irgendwie überwinden. Marius Clarén, der auch Jake Gyllenhal und Toby Maguire synchronisiert, macht einen guten Job und kann die Nebenrolle, die die Geschichte erzählt, gut mit Leben füllen.

In der 16. Folge der Staffel erleben wir Martin Prey, der immer noch seine Enkelin sucht und der alsbald einen guten Blick auf das Ende bekommt. Die Folge schließt lose Enden ab und erzählt viel zu Martin Prey, ist aber insgesamt unspektakulär im Vergleich zu den vorangehenden und den beiden folgenden. Gelesen wird die Folge mit dem Titel "Zeichen des Zerfalls" von Gerrit Schmidt-Foß, der auch schon Leonardo DiCaprio gesprochen hat. Er macht das sehr gut und ist auch als alter Mann glaubwürdig.

In "Der Turm" geht es ans Eingemachte. Der Sprecher von Justus Jonas, Oliver Rohrbeck, schlüpft in die Rolle von Takumi Sato und darf den Untergang Portervilles erzählen. Dabei passieren wirklich viele Dinge und das Ende ist eine einzige große Überraschung.

Mit Manja Doering, die Reese Witherspoon und Natalie Portman ihre Stimme leiht, und Peter Flechtner, der unter anderem Ben Affleck spricht, sind zwei große Stimmen für die letzte Folge gewonnen worden. In der Folge "Versuchung" dreht sich alles um das Ende, das eigentlich der Anfang von allem ist. Einige Antworten erhält man noch, aber insgesamt bleiben dann doch zu viele Fragen übrig.

Genau das ist das Problem der letzten Staffel. Zu viele offene Fragen stehen tollen Folgen mit tollen Storys und tollen Sprechern gegenüber. Handwerklich ist die dritte Staffel wieder ein Meisterwerk, weswegen auch hier nur ein Plus stehen bleibt. Schlussendlich will man aber Antworten und deshalb hoffe ich sehr, dass es die noch in einer anderen Serie geben wird, denn diese Serie lässt mich unbefriedigt zurück.

Fazit: Die dritte Staffel von "Porterville" will die Geschichte um die stadt und deren Bewohner beenden. Sie beantwortet auch einige Fragen in den gelungenen Folgen und ist mit wirklich guten Sprechern besetzt. Leider werden zu viele Fragen offen gelassen. Der Hörer bleibt enttäuscht zurück, obwohl er gut unterhalten worden ist und jede Menge Spannung gehabt hat. Eine wichtige Frage vom Rezensenten: "Geht es noch weiter?"




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